Mon Prochain

Unterkünfte, Hygiene und Ernährungssicherheit für die Landbevölkerung im Süden Haïtis

Haïti, ein Land ohne funktionierende Regierung, geschüttelt von Naturkatastrophen und Ganggewalt. Armut und fehlende Perspektiven sind die Folge. Das Projekt „Mon Prochain“ möchte die Lebensqualität der Bewohner nachhaltig verändern und setzt die Schwerpunkte bei den Grundbedürfnissen Unterkunft, Hygiene und Ernährungssicherheit.
Mit Hilfe der Dorfgemeinschaft werden die 10 bedürftigsten Familien der Umgebung ausgewählt. Sie sollen eine solide und erdbebensichere Unterkunft erhalten. Auch werden die 10 Häuser mit Toiletten ausgestattet für die Bewohnerinnen und angrenzenden Nachbarn. Dies wird die Hygiene verbessern und die Ausbreitung von Krankheiten eindämmen.
Um der Nahrungsmittelknappheit und der prognostizierten Hungersnot entgegenzuwirken werden 100 Personen in integrierter Landwirtschaft geschult. Die Teilnehmenden werden anhand eines Schaugartens lernen und auf ihrem Grundstück ein eigenes Stück Land bewirtschaften.
Nach einem gelungenen Pilotprojekt im Winter 2021/22 freuen wir uns mit dem Projekt „Mon Prochain“ unsere Hilfe auszuweiten, den wichtigsten Bedürfnissen zu begegnen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Facts and Figures

Projektfokus

Häuser und Toiletten für die 10 bedürftigsten Familien. Schulung von 100 Personen zur Anlegung und Bewirtschaftung eines Gartens, um die Selbstversorgung zu fördern.

Einsatzgebiet

Die angrenzenden sechs Gemeinden rund um die Stadt Pestèl im Süden Haïtis.

Zielgruppe

Vulnerable Familien und die Landbevölkerung Haïtis.

Grösste Herausforderung

Die Projektarbeit wird durch hohe Kriminalität erschwert. Banden kontrollieren grosse Gebiete, sperren Strassen, plündern, entführen und morden. So gilt es für unsere Partner in Haïti ihre Routen und Aufenthaltsorte weise zu wählen.

Unser Traum

Ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft für die Bewohner der Region Pestèl. Sie sollen geschützt von Wind und Wetter wohnen und ihren Nahrungsbedarf selbst abdecken können.

Fun Fact

In den bunt bemalten Tap-Taps (Taxis) von Haïti dröhnen die Musikboxen. Ein Wunder, dass der Fahrer das Zeichen zum Anhalten hört: Das Klopfen mit einer Münze auf die Carosserie – „Tap tap“.

Story & Impact

  • Dezember 2023

    Nächste Schritte

    Geplanter Start der zweiten Häuserbauprojektphase und der Schulung in der Landwirtschaft.
  • 2023

    Fundrasing

    Katrin Schiess startet in der Schweiz mit einer Fundraising Aktion.

  • 2022

    Hilfe erweitern & Kontaktaufnahme mit lifevest

    Wunsch nach dem gelungenen Pilotprojekt die Hilfe zu erweitern. Erste Kontaktaufnahme mit lifevest bezüglich einer Unterstützungspartnerschaft.

  • 2021

    Lancierung des Häuserbauprojekts

    Gemeinsame Lancierung des ersten Häuserbauprojekts für vier gefährdete Familien, nachdem Haïti durch ein Erdbeben mit Stärke 7.2 erschüttert worden ist.

  • 2011-2021

    Beziehungsaufbau

    Sporadischer Kontakt über viele Jahre mit Claudy Deris.

  • 2011

    Erster Einsatz

    Einsatz von Katrin Schiess als Lehrerin in Port-au-Prince. Kennen lernen von haïtianischen Freunden, darunter Claudy Deris.

Ansprechpartnerin Schweiz
Katrin Schiess
Katrin Schiess lebt mit ihrer Familie in Biel. Der sechsmonatige Einsatz in Haïti im Jahr 2011 hat sie berührt und geprägt. Bis heute sind Freundschaften geblieben. Sie möchte weiterhin aus der fernen Schweiz einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände in Haïti leisten.
Projektverantwortlicher vor Ort
Claudy Deris
Claudy Deris ist in einem Armenviertel von Port-au-Prince aufgewachsen. Nach seiner Schulzeit am Collège Verena der Heilsarmee konnte er mit Hilfe von Gönnern aus der Schweiz Agronomie studieren. Der innovative Denker leitet die selbst erfahrene Hilfe durch verschiedene Projekte weiter. Junge Gärtner werden ausgebildet, Ex-Gangmitglieder in Metallbau unterrichtet oder Häuser für schutzlose Familien gebaut. Seine Treue zu Haïti und der Einsatz für seine Landsleute sind bewundernswert.

Hast Du Fragen zum Projekt?

Mit dem Kontaktformular erreichst Du direkt die zuständige Ansprechperson für das Projekt, welche am kompetentesten auf Deine Fragen eingehen kann.